Rekordgewinne der Comdirect Bank
Die Comdirect Bank hat ihren Gewinn verdreifacht: An ihren Mutterkonzern Commerzbank überweist sie eine Dividende von etwa 64 Millionen Euro.
Die Turbulenzen an den Börsen haben der Comdirect Bank nicht geschadet: Ganz im Gegenteil, die Tochtergesellschaft der Commerzbank hat vielmehr Rekordgewinne eingefahren. Im vergangenen Jahr schrieb die Direktbank vor Steuern 108,1 Millionen Euro gut – damit hat die Bank ihre Gewinne verdreifacht. Wie das Unternehmen bekanntgab, ist eine Steigerung der Dividende von 42 Cent im Vorjahr auf 56 Cent geplant. Vor allem die Commerzbank dürfte sich darüber freuen: Insgesamt 80,5 Prozent hält der Konzern an der Comdirect. Demnach wird das Mutterunternehmen mit 63,7 Millionen Euro am Gewinn beteiligt. Deutschlands zweitgrößte Bank kann das Geld gut gebrauchen, um bestehende Kapitallücken zu füllen - um insgesamt 6,3 Milliarden Euro will die Commerzbank ihr Kernkapital erhöhen, um besser gegen Krisenzeiten gewappnet zu sein.
Gutes Geschäftsjahr für Comdirect
Schon im Herbst letztes Jahr standen die Zeichen für Comdirect gut: Die Bank hatte im November ein Vorsteuerergebnis von über 100 Millionen Euro erwartet. Comdirect profitierte besonders von den steigenden Zinsen am Markt, durch die die Bank einen Zinsüberschuss von 150,8 Millionen Euro erwirtschaftete – das entspricht einer Steigerung um 48 Prozent. Nicht verwunderlich also, dass die Commerzbank einen Verkauf seiner erfolgreichen Tochter ausgeschlossen hat. Am vergangenen Donnerstag sagte Comdirect-Chef Thorsten Reitmeyer in Frankfurt: „Allen ist klar, welchen strategischen Wert Comdirect für das Privatkundengeschäft der Commerzbank hat."
Comdirect: Erfolg im Privatkundensektor
Die wichtigsten Produkte der Direktbank im Privatkundenbereich sind vor allem Tagesgeld- und Girokonten. Das wird auch an den Zahlen deutlich: Mit insgesamt 1,24 Millionen Tagesgeld Kunden und 775.000 Girokonto Inhabern ist die Comdirect auf dem deutschen Markt gut vertreten. Zudem verfügt die Bank über 1,63 Millionen Brokerage-Kunden. Trotz der Marktturbulenzen im vergangenen Jahr, die die Broker vermehrt zum Handel bewegten, verringerte sich aber der Depot-Wert leicht. Während die Bank Ende 2011 im Privatkundengeschäft ein Vermögen in Höhe von 24,9 Milliarden Euro betreute, betrug die Summe im Vorjahr noch 26,3 Milliarden Euro.

